Europäische Konferenz "Metropolitane Grenzregionen in Europa" am 19./20.11.2012

16. Nov 2012

Europäische Konferenz "Metropolitane Grenzregionen in Europa" am 19./20.11.2012

Metropolitane Grenzregionen sind mehr als nur die Schnittstelle zwischen den Staaten Europas: Als besonders vielfältige Lebens-, Wirtschafts- und Kulturräume mit grenzüberschreitenden Verflechtungen und Kooperationsstrukturen, einer polyzentrischen Raumstruktur und metropolitanen Standortfaktoren leisten sie einen großen Beitrag zur Stärkung der europäischen Wirtschaftskraft und Integration – sie sind das „Europa im Kleinen“. Nirgendwo anders werden die Erfolge der europäischen Integration in der Lebenswirklichkeit der Menschen so unmittelbar spürbar wie dort. Zugleich weisen sie aber auch spezifische Hemmnisse in der Wettbewerbs- und Handlungsfähigkeit auf. Auch die grenzüberschreitende Regionalentwicklung ist trotz Jahrzehnte langer Erfahrung mit grenzüberschreitender Kooperation gerade wegen der Unterschiede in den nationalen (Planungs)Systemen noch vielen Hindernissen ausgesetzt.


Um die Belange der metropolitanen Grenzregionen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene einzubringen wurde der Initiativkreis Metropolitane Grenzregionen in Europa (IMeG) im März 2011 im Rahmen des Modellvorhabens der Raumordnung (MORO) „Überregionale Partnerschaften in grenzüberschreitenden Verflechtungsräumen“ gegründet. Daran schließt sich eine zweite Förderphase als MORO „Initiativkreis deutscher Regionen in grenzüberschreitenden Verflechtungsräumen“ (2011-2013) an. Mitglieder des Initiativkreises sind das Saarland als Teil der Großregion (Saarland – Lothringen – Luxemburg – Rheinland-Pfalz – Wallonien – Französische und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens), die Regio Aachen e.V. als Teil der Euregio Maas-Rhein sowie die Regionalverbände Mittlerer Oberrhein, Südlicher Oberrhein, Hochrhein-Bodensee und Bodensee-Oberschwaben aus der Trinationalen Metropolregion Oberrhein und der Bodenseeregion. Assoziierter Partner ist das Bundesland Rheinland-Pfalz.


Höhepunkt dieser zweiten Phase ist die Konferenz „Metropolitane Grenzregionen in Europa“ in Luxemburg, die am 19. und 20. November 2012 vom IMeG, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) gemeinsam mit der Luxemburger Landesplanung veranstaltet wird. Ziel der Konferenz ist es, den Austausch zwischen metropolitanen Grenzregionen in Europa zu initiieren bzw. zu intensivieren. Neben den vier IMeG-Regionen werden auch Vertreter aus den europäischen metropolitanen Grenzregionen CENTROPE, Eurometropole Lille-Kortrijk-Tournai, aus der Öresundregion und dem Grenzraum um den Genfersee zu Gast sein und über ihre Erfahrungen berichten.

 

„Die Europäische Konferenz des IMeG in Luxemburg ist ein wichtiger Meilenstein bei der strategischen Positionierung der Trinationalen Metropolregion Oberrhein auf europäischer Ebene,“ fasst Verbandsdirektor Dr. Dieter Karlin die politische Bedeutung der Veranstaltung zusammen. Ferner erinnert er daran, dass die Gründung der TMO im Dezember 2010 auf zahlreiche Initiativen der Regionalverbände am Oberrhein seit dem Jahr 2005 zurückgeht.

 

Der Einladungsflyer ist als Anlage beigefügt.