SmartVillages

24. Jul 2020

SmartVillages wird um SmartLand ergänzt, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) fördert das Projekt.

Bei der jüngsten Sitzung des Regionalverbands Südlicher Oberrhein in Offenburg wurde mitgeteilt, dass ein Förderantrag vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) positiv beschieden werden wird. Dadurch kann das in Löffingen bereits laufende INTERREG-Projekt SmartVillages auf die Gemeinden Friedenweiler und Eisenbach erweitert werden. Die Fördersumme beläuft sich auf ca. 50.000 €.

Der Regionalverband Südlicher Oberrhein ist seit 2018 einer von 13 Projektpartnern in sechs Alpenländern, die am INTERREG-Projekt SmartVillages teilnehmen. Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Städte und Gemeinden in ländlichen Räumen darauf vorzubereiten, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und zu ihrem Vorteil zu nutzen. Dies kann sowohl durch technische Innovationen, aber auch durch den Einbezug der Bürgerinnen und Bürger sowie weiterer lokaler Akteure erreicht werden. In der Region Südlicher Oberrhein ist die Stadt Löffingen Pilotgemeinde. Dort findet nach mehreren Workshops gerade die Abstimmung der smarten Digitalisierungsstrategie statt (vgl. https://www.smart-loeffingen.de/smart-villages/ ). In der Sitzung der Verbandsversammlung am 15.10.2020 ist ein Zwischenbericht über das Projekt durch den Bürgermeister von Löffingen, Herrn Tobias Link, vorgesehen.

Um die bisherigen und künftigen Ergebnisse des Projekts SmartVillages auf weitere Gemeinden im ländlichen Raum übertragen zu können und zugleich notwendigen Anpassungsbedarf identifizieren zu können, hat sich der Regionalverband Südlicher Oberrhein vor einigen Monaten auf das Förderprogramm SmartLand beworben. Mit diesem Programm will der Bund sog. Andockvorhaben fördern. Durch sie sollen smarte Lösungen in der Fläche verteilt und auf ihre Nutzbarkeit in anderen Gemeinden überprüft werden. In der jüngsten Planungsausschusssitzung wurde nun mitgeteilt, dass das BMI die Förderung in Aussicht gestellt hat. Damit stehen nun insgesamt 66.225 € zur Verfügung, um die Gemeinden Friedenweiler und Eisenbach ebenfalls miteinbeziehen zu können. Der Förderbetrag, über den noch ein Förderbescheid ergehen wird, beläuft sich auf 49.669 €. Eigenmittel, die der Regionalverband Südlicher Oberrhein aufbringen muss, sind in Höhe von 16.556 € erforderlich. Für die Gemeinden Friedenweiler und Eisenbach selbst entstehen über die Projektbegleitung hinaus keine Kosten. Der Zeitplan sieht vor, dass das Andockvorhaben bereits im September beginnt und zusammen mit dem Hauptprojekt SmartVillages Mitte 2021 endet.

„Wir freuen uns, dass unsere Idee zur Erweiterung unseres Projekts vom Bund befürwortet und gefördert wird. Das gibt uns Gelegenheit, um die smarten Lösungen auch unter dem interkommunalen Blickwinkel zu betrachten“, sagt der Verbandsvorsitzende des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, Otto Neideck. Josef Matt, Bürgermeister von Friedenweiler und selbst Regionalrat, ergänzt: „Die Digitalisierung ist nicht nur ein Thema für Ballungsräume oder Großstädte. Gerade im ländlichen Raum können sich daraus neue Chancen für die Menschen ergeben. Es ist daher zu begrüßen, dass der Regionalverband zusammen mit uns dieses Thema in den Blick nimmt.“ Dies müsse unbedingt interkommunal geschehen, um auch alle Aspekte und Chancen erfassen zu können, so Matt. „Für Löffingen haben wir einen breiten Dialogprozess unter Beteiligung der Bevölkerung gestartet. Dies hat gezeigt, dass die Digitalisierung und die damit zusammenhängenden Vorteile von vielen Menschen als wichtige Zukunftsfrage des ländlichen Raums angesehen wird“, betont der Bürgermeister der Stadt Löffingen, Tobias Link. Karlheinz Rontke, der neue Bürgermeister von Eisenbach, war zuvor Leiter des Stadtmarketings der Stadt Löffingen und damit bereits bisher wichtiger Unterstützer des Projekts. „Ich freue mich sehr, dass das von mir in Löffingen mitbetreute Projekt SmartVillages nun auch in Eisenbach angekommen ist. Es wird sicher ein interessanter Prozess, mit der Bevölkerung in Eisenbach die Vor- und Nachteile der Digitalisierung zu diskutieren. Darauf freue ich mich“, so Rontke.

Weitere Informationen zu dem Projekt SmartVillages können Sie unter https://www.rvso.de/de/projekte/smartvillages/smartvillages.php abrufen. Die Sitzungsvorlage zum Andockvorhaben SmartLandfinden Sie hier.