Abschaltung der Atomkraftwerke in der Schweiz gefordert

19. Okt 2020

Verbandsversammlung des Regionalverbands spricht sich in einer Resolution einstimmig für die Schließung grenznaher Atomkraftwerke (AKW) in der Schweiz aus

Die Verbandsversammlung des Regionalverbands Südlicher Oberrhein hat sich in einer Resolution mehrheitlich (3 Gegenstimmen) für die Schließung grenznaher Atomkraftwerke (AKW) in der Schweiz ausgesprochen. Konkret geht es um das älteste noch in Betrieb befindliche Atomkraftwerk der Welt in Beznau im Kanton Aargau sowie die AKW Leibstadt (ebenfalls Kanton Aargau) und Gösgen (Kanton Solothurn).

Ausgehend von dem langjährigen Engagement des Regionalverbands Südlicher Oberrhein in Bezug auf die Schließung des Atomkraftwerks Fessenheim nimmt man in der Resolution die AKW in der Schweiz in den Blick. „Die Distanz zwischen dem AKW Beznau und unserem Verbandsgebiet beträgt gerade einmal 16 Kilometer. Deshalb ist es auch hier notwendig, dass wir Position beziehen“, erläutert Verbandsvorsitzender Otto Neideck. Dies gelte insbesondere in Bezug auf das AKW Beznau, bei dem sich in den letzten Jahren erhebliche Sicherheitsprobleme gezeigt hätten. „Aus diesem Grund fordern wir die umgehende Stilllegung des AKW in Beznau“, betont Neideck. In Bezug auf die anderen beiden Standorte wird eine zeitnahe Stilllegung gefordert. Darüber hinaus fordert die Resolution, die sich an die Politiker und Behörden in der Schweiz wendet, eine offene und transparente Kommunikation.

Weiterführende Informationen finden sich in den entsprechenden Sitzungsvorlagen unter: DS VVS 06/20