Radschnellwege

18. Mär 2021

Finanzierung für Radschnellweg Offenburg – Gengenbach steht. Bund und Land übernehmen Großteil der Kosten

Der Bund und das Land haben heute verkündet, dass sie zusammen 87,5 Prozent der Finanzierung für den Radschnellweg Offenburg – Gengenbach übernehmen werden, sodass das Projekt mit weiteren 12,5 % vom Ortenaukreis und der Stadt Offenburg durchfinanziert ist. Mit der Realisierung des Projekts kann nun begonnen werden. „Das ist das Ergebnis einer beispielhaften und zielorientierten Zusammenarbeit der Kommunen, dem Ortenaukreis, dem Regionalverband und dem Land. Dadurch wird ein weiterer Radschnellweg in der Region realisiert“, freut sich der Verbandsvorsitzende des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, Otto Neideck nach der Mitteilung der Entscheidung. Die Verbindung zwischen Offenburg und Gengenbach wurde vom Regionalverband im Rahmen einer Machbarkeitsstudie bereits im Jahr 2017 untersucht. Die Hoffnung, dass der Radschnellweg in die Baulastträgerschaft des Landes genommen wird, wurde allerdings 2019 nicht entsprochen. Stattdessen hat der Ortenaukreis die Federführung zur Realisierung des Radschnellwegs übernommen. Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hat durch zwei ergänzende Studien die Antragstellung auf Fördermittel beim Bundesverkehrsministerium unterstützt.

„Durch das klare Bekenntnis der Kommunen und vor allem durch Landrat Frank Scherer, konnte die höchstmögliche Förderung durch Bund und Land erreicht werden“, betonte der Verbandsdirektor Dr. Christian Dusch. Für den Regionalverband sei damit die erste Runde der Machbarkeitsstudien vorerst abgeschlossen. Man habe dabei fünf Verbindungen untersucht. In der Folge konnten zwei Verbindungen in die Baulastträgerschaft des Landes (Offenburg – Strasbourg und Freiburg – Waldkirch/Emmendingen) überführt werden. Der Radschnellweg zwischen Offenburg und Gengenbach wird mit finanzieller Unterstützung aus Stuttgart und Berlin vom Ortenaukreis in eigener Baulastträgerschaft realisiert. Die Verbindung Freiburg – Umkirch/March werde aktuell weiter untersucht (Verlängerung bis Breisach).   Für die Verbindung Offenburg – Friesenheim – Hohberg – Lahr sehen zwei der betroffenen Gemeinden aktuell keinen Bedarf. Aktuell untersuche der Regionalverband zusammen mit den kommunalen und weiteren Partnern aus der Region fünf weitere Verbindungen, darunter auch zwei mit Bezug zum Ortenaukreis: Appenweier – Achern – Bühl mit Abzweig nach Rheinau/Gambsheim (FR) sowie Lahr – Emmendingen. „Wir hoffen, dass wir auch bei diesen Verbindungen hohe Potentiale feststellen können, damit am Ende die nachhaltige Mobilität in unserer Region durch die Radschnellwege weiter Fahrt aufnimmt“ zeigt sich Dusch optimistisch.