Regionales Entwicklungskonzept zur Nutzung regenerativer Energien und zur Reduktion der CO2-Emissionen

1. Teilprojekt: Energieatlas Region Südlicher Oberrhein

Im 1. Teilprojekt „Energieatlas Region Südlicher Oberrhein" wurden zunächst die Strukturen des Energieverbrauchs und der Energienutzung erhoben. In diesem Rahmen befragten die Energieagenturen 126 Kommunen und 40 Energieversorger in der Region Südlicher Oberrhein. Ferner wurden rund 10 öffentliche Förderprogramme ausgewertet und die statistischen Landes- und Bundesämter nach energiestrukturrelevanten Daten analysiert.

Ergebnis ist eine detaillierte Energiebilanz für die Region:

Derzeit basieren rund 95% der eingesetzten Energieträger auf fossilen Brennstoffen und nur rund 5% auf regenerativen.

24.000 GWh Energie werden jährlich verbraucht, knapp die Hälfte (45%) von den privaten Haushalten, und dafür jährlich rund 1,5 Mrd. Euro aufgebracht.

Im Gesamtdurchschnitt werden ca. 80% des Energieverbrauchs für die Wärmebereitstellung (56% Raumwärme, 20% Prozesswärme und 5% Warmwasser) aufgewendet und nur ca.20 % für die Strombereitstellung.

Der Verbrauchsanteil von Erdgas (36%) ist dabei am größten, gefolgt von Strom (29%) und Erdöl (28% jedoch Tendenz sinkend). Unbedeutend sind dagegen Nah-/Fernwärme und sonstige Heizsysteme wie Holz und Kohle.

Auffallend ist, dass der überwiegende Anteil (ca. 83%) des gesamten Nutzenergiebedarfs der Wohngebäude (6.450 GWh/a) in den Gebäuden anfallen, die vor 1984 und somit ohne Auflagen der Wärmeschutzverordnung von 1984 errichtet wurden.


Bei der Umsetzung des identifizierten Marktpotenzials von insgesamt rund 14 Mrd. Euro für die Nutzung regenerativer Energien und zur Reduktion der CO2-Emissionen können Investitionen von 340 bis 440 Mio. Euro pro Jahr ausgelöst werden. Im Vergleich zu heute würde das Marktvolumen in den Bereichen ‚Wärmeschutz in Gebäuden’ ‚Heizkesselsanierung’ ‚Kraft-Wärme-Kopplung’ und ‚Regenerative Energie’ etwa eine Verdrei- bis Vervierfachung erfahren.

Um über das im Energieatlas aufgezeigte Marktpotenzial zu informieren, organisierte der Regionalverband im Juli 2006 zwei Regionalkonferenzen "Energie".


Regionales Entwicklungskonzept zur Nutzung regenerativer Energien (1,2 MB)

Regionales Entwicklungskonzept Teil1